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03 - THE FIREBIRDS ROCKESTRA | Berlin | 4.11.2017

Ein Konzertbericht von Nadine Nestler und Katharina Kuhn mit Fotos von Dominik Bielz

In der vergangenen Woche gab es allen Grund zu feiern, die Firebirds waren auf Jubiläumstour.

25 Jahre, so lang gibt es die einstige Schülerband schon. Seit einem Vierteljahrhundert begeistern sie uns mit ihren eigenen Interpretationen der Rock`n Roll Klassiker und die vielen Fans hoffen auf mindestens nochmal genauso viele gemeinsame Jahre. 5 Städte in 5 Tagen und überall füllten sie die Hallen und Theater, denn jeder wollte dabei sein und dieses einmalige Erlebnis nicht verpassen. Die eingefleischten Fans waren bestimmt auch mehr als einmal zu Besuch. Denn wer die Band kennt wusste, dass diese Show etwas ganz besonderes werden würde. Wir selbst, durften uns gleich an 2 Abenden mitreißen und musikalisch verwöhnen lassen.

Das große Orchester, was sie sich selbst zusammen gestellt haben und womit sie sich einen Traum erfüllten,  war schon äußerst imposant. Rock`n Roll mit solch einer musikalischen Power von so vielen Vollblut Musikern zu erleben, bescherte einem regelrecht Gänsehaut.

Eröffnet wurde das Konzert mit „Rock This Town“ von den Stray Cats, somit war das perfekte Feeling für den Abend schon mal vor gegeben. Eine bunte Vielfalt an Songs sollte uns an diesen Abend erwarten. Die Auswahl dafür ist sicher nicht leicht gefallen. Ein Lied aus Dirty Dancing durfte natürlich nicht fehlen, diesmal aber „Cry To Me“ von Solomon Burke dem persönlichen Held von Guido. Ebenfalls ein Vorbild, allerdings das von Krusdy, der King Elvis durfte natürlich auch nicht fehlen. „A Big Hunk Of Love“ wurde vom Orchester mit einer Variation des Säbeltanzes eingeleitet. Überraschungen sollte es an diesem Abend auf jeden Fall noch genug geben, zum Beispiel kamen bei „Blue Suede Shoes“ Tänzer auf einem Motorroller auf die Bühne gefahren. Live Musik war also noch nicht genug, es gab noch eine Live Performance dazu und das nicht von irgendwelchen Tänzern, sondern unter anderem von den amtierenden Weltmeistern im Boogie. Es war wundervoll anzusehen und das Publikum war total begeistert, man wusste gar nicht so recht wo man zuerst hinschauen sollte, man wollte ja auch nichts verpassen. Auch die Vielfältigkeit der 5 Jungs ist immer wieder verblüffend und zeugt von ihrem großem Talent. Ob das nun im schauspielerischen oder tänzerischen Bereich ist oder eben in ihren Musiksolos, ihr Handwerk verstehen sie einfach perfekt. Es war alles so mitreißend gestaltet das man hoffte, der Abend würde nicht all zu schnell enden.

Yumiko, die Konzertmeisterin, begleitete allein mit ihrer Violine die 5 bei „Don´t“ von Elvis. Sie stand auf einer kleinen Treppe, die extra für diese kleinen besonderen Momente bei Alex am Piano geschaffen wurde. Danach ein eigener Song, „Ich Hör Nicht Auf“ mit einem ganz besonderen Drum Solo bzw. Zwei, denn Guido spielte auf einem extra rein gefahrenen Schlagzeug im stehen mit dem Drummer aus den Orchester um die Wette. Ein großartiges Schauspiel. Apropos Schauspiel, jetzt wollten sie  gern zeigen, dass sie sich auch mit Musicals gut auskennen. „Sherry“ aus Jersey Boys hatte es ihnen ganz besonders angetan, damals auf ihrer „Bandklassenfahrt“ nach London vor 10 Jahren, dies wollten sie uns natürlich nicht vorenthalten. Der erste Test ob das Publikum auch Textsicher ist, wurde bei dem Song „Sh Boom“ gemacht, alle waren dabei und sangen ein lautes und fröhliches „jalalalala“ mit. Der letzte Song vor der Pause war „God Only Knows“ und Henning begleitete diesmal auf dem Akkordeon während das Orchester bereits die Bühne verließ.

Nach einer kurzen Erfrischung ging es schon wieder weiter, gleich mit einer Tanzeinlage von Krusdy zu „It´s Oh So Quiet“, wo er seinen ganzen Charme bei den Tänzerinnen spielen ließ. Sehr beeindruckend war auch der Stepptanz von einem der Tänzer.

Jetzt war es an der Zeit einen ganz besonderen Mann aus dem Orchester nach vorn zu bitten, Massa. Er spielte mit den Firebirds wie eh und je „Bye Bye Baby“, schließlich stand er 10 Jahre gemeinsam mit ihnen auf der Bühne. Deswegen war es auch ihr großer Wunsch, dass er sie im Orchester bei dieser Show begleiten würde. Danach spielten Guido, Krusdy und Konrad 2 Lieder in einer klassischen Aufstellung zu dritt und als „ Great Balls Of Fire“ angestimmt wurde überraschte Henning plötzlich alle, weil er mitten im Publikum spielte. Er war sowieso die Überraschung des Abends. Er hat nicht nur die unterschiedlichsten Instrumente gespielt, er hat auch dirigiert und im Vorfeld alle Arrangements für das Orchester geschrieben. Davor kann man einfach nur den Hut ziehen.

 Der wohl Magie vollste  Moment des Abends war, als sie eine typische Szene an einer Straßenlaterne nachspielten, so wie es früher ganz oft gewesen war. „ Thats My Desire“ sangen sie a capella ganz ohne Mikrofone und der Saal war so still, das man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Alle waren gefesselt von nichts außer ihren Stimmen. Weil die Begeisterung so groß war, gab es als Zugabe noch „Da Doo Ron Ron“ allerdings mit Mikrofonen aber immer noch ohne Instrumente. Bei „ Runaround Sue“ durften wie immer die Stimmen des Publikums noch einmal erklingen und bei  „Keep A Knockin“ wurde das tänzerische Talent getestet. Aber zur Unterstützung gaben auch nochmal alle Tänzer auf der Bühne alles.  Bei dem vorletzten Song des Abends „Roll Over Beethoven“  konnten die Musiker im Orchester nochmal ihr ganzes Können zeigen bevor es mit „Bye Bye Baby (Goodbye)“ zu ende ging. Es war der perfekte Abschluss für einen ganz wundervollen Abend und alle gingen mit einem strahlenden Gesicht nach Hause. Eine rundum gelungene Veranstaltung und wer noch eine bleibende Erinnerung wollte konnte im Anschluss Bilder und Autogramme von den Stars des Abends bekommen.

 

Für uns einfach eine großartige Show die uns noch lang in guter Erinnerung bleiben wird.